Erste Reaktionen auf Infra Sankt Pauli

achdem der neue Fanclub Infra Sankt Pauli am ersten Tag 54 Gründungsmitglieder gefunden hat und jetzt stetig weiter wächst, gibt es auch erste kritische Kommentare. Unser Quotenrudirocker, der dankenswerterweise nicht nur Mitglied bei Infra geworden ist, sondern sich auch noch aktiv an der Gestaltung des Logos beteiligt, fühlte sich heute schon zu einer Stellungnahme hingerissen. Natürlich nicht nur zu ISP, sondern vor allem zu den Reaktionen auf die Südkurvenblockade am Sonntag. Ich bin froh, dass Quotenrudi die Ausrichtung von Infra Sankt Pauli richtig erkannt hat. Heißt wohl, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe. Trotzdem bekomme ich jetzt Feedback, dass ich ja jetzt den “Gegen”-Fanclub gegründet hätte, und einige verteidigen die Ultras gegen Infra. Quatsch.

Was ich hier noch einmal ganz deutlich betonen möchte: Infra Sankt Pauli ist NICHT gegen die Ultras. Ganz im Gegenteil, ich persönlich finde die meisten Aktionen der Ultras klasse, hübsche Choreographien und ganz viel Party. Das, was mich an den Ultras stört, ist, dass sie ständig _gegen_ irgendwas sind. Gegen den HSV, gegen die Rostocker, gegen das DSF, gegen gegen gegen. Da kann ich dann ja nicht mitmachen und gegen die Ultras sein, wär ja Quatsch. Die ganze Idee von Infra Sankt Pauli ist ja, dass  dieser Fanclub _nicht_ gegen irgendwelche Leute ist. Infra Sankt Paulidistanziert sich von Gewalt und Hass im Stadion und rät jedem, der sich dazu hinreißen lässt, seine Energie in etwas Positives zu stecken, das macht viel glücklicher. Man muss Rivalität von Feindschaft unterscheiden können, sonst stimmt doch was nicht. Rivalität ist immer da, kann auch lustig und gut sein, das Leben wäre ohne Rivalität zu langweilig. Aber Feindschaft, Hass, Gewalt, das ist alles nichts für  mich und hat bei Infra Sankt Pauli nichts zu suchen. Ich würde übrigens auch nie “we hate the Volkspark bastards” mitsingen. Muss ich ja aber auch nicht. Steht ja jedem frei, das zu tun, aber sinnvoll finde ich es nicht. Hass und Gewalt wird nicht weniger, wenn man sie anstachelt.

Heute ist Karfreitag, höchster Feiertag der Christen. Und egal, ob man religiös ist oder gar an Jesus, seine Hinrichtung und / oder seine Wiederauferstehung glaubt: der Gedanke, dass eine friedlichere Welt eine schönere wäre, ist immer noch gültig. Man muss ja nach einem Schlag auf die Wange nicht gleich die andere hinhalten, aber nach ein paar Tagen könnte man zu einem gemeinsamen Astra einladen. Oder?

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